Kategorie: STELLUNGNAHMEN

+++ Aktuelle Lage +++

Gestern Nachmittag wurde bekannt, dass Manuel Bölstler dem WSV nicht mehr als Sportdirektor zur Verfügung steht. Laut den Aussagen von Vorstandssprecher Alexander Eichner, soll dies aus finanziellen Gründen passiert sein, obwohl schon vor knapp sechs Wochen eine Zusage von Seiten des Vorstands vorlag.

Für uns ist dies definitiv keine Sommerloch-Nachricht. Der Verlust des Sportdirektors Manuel Bölstler, bedeutet auch den erfolgreichen sportlichen Weg und die kluge Transferpolitik zu verlassen. Denn wie aus internen Quellen bekannt wurde, soll die vakante Position, der erst kürzlich eingestellte A-Jugendtrainer Dennis Brinkmann übernehmen. Wie es um die Zukunft von Stefan Vollmerhausen im Verein bestellt ist, können wir an dieser Stelle nicht beantworten. Eine klare Positionierung durch den Vorstand blieb bis jetzt aus und hätte längst folgen müssen.

Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass eine Entlassung von Stefan Vollmerhausen, durch die emotionale Bindung zwischen Fans und ihm, nicht geräuschlos an dem WSV vorbeigehen wird. Wir als Fans stehen hinter Stevie als Trainer! Ebenso hinterfragen wir die Besetzung von Dennis Brinkmann als zukünftigen Vorgesetzten von Stefan Vollmerhausen, welcher mittlerweile einen großen Erfahrungsschatz vorweisen kann. Weiterhin fordern wir erneute Verhandlungen und Gespräche mit Manuel Bölstler. Der aktuelle Weg im sportlichen Bereich muss konsequent fortgeführt werden und Vorstände wie Verwaltungsratmitglieder, haben sich weitestgehend aus diesem Weg zu entfernen. Innerhalb des Vorstandes sollte dringend ein Umdenken stattfinden und eine sofortige Aufklärung folgen. Wir fordern Kontinuität und Transparenz – wie es der Leitspruch der Initiative 2.0 war.

Horst-Szymaniak-Tribüne

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Ein Pokalfinale – oder was daraus geworden ist…

Der Halbfinalsieg gegen Oberhausen war gerade eingefahren, da fing schon die Fachsimpelei über den Austragungsort des Finales an. Auch auf unserer Tribüne hoffte man möglichst auf ein Spiel auf neutralem Grund und Boden. Doch schon am folgenden Morgen informierte die örtliche Presse über das Gerücht, dass das Spiel beim klassenhöheren Finalgegner aus Bottrop-Süd stattfinden sollte. Einige Stunden später folgte die Bestätigung durch den Fußballverband Niederrhein. Laut eben diesem stand diese Entscheidung schon seit drei Wochen fest!

Wenn wir einen Blick auf die unterschiedlichen Austragungstermine (13. März und 20. April) der Halbfinals werfen, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass mit dem ersten Finalteilnehmer, auch der Austragungsort für das Finale feste stand. Egal wie man die ins Feld geführten Argumente über Sicherheit und bessere Übertragungsmöglichkeiten für das Fernsehen nun dreht und wendet, sie können in keiner Weise stichhaltig sein für die gefällte Entscheidung. Der gewählte Weg gleicht einer Farce. Ein Fair Play predigender Verband begeht ein grobes und unsportliches Foul.

Wir als Fans des Wuppertaler SV sind solche nahezu verrückten Entscheidungen durch die Verbandsfunktionäre trauriger Weise mittlerweile fast gewohnt. Doch in diesem Fall ist eine klare Grenze überschritten worden. Dem klassenhöheren Verein wird das Heimrecht zu gesprochen, während der WSV das Nachsehen hat. Auch wir Fans werden nach aktuellem Stand verarscht. Die aufgeführt bessere Sicherheit, gewährleistet uns aktuell nur 4000 Eintrittskarten. Von einer fairen Kartenvergabe kann also nicht gesprochen werden. Bei Betrachtung der gedruckten Eintrittskarten, erkennt man, dass der Ruhrpottverein die Hauptorganisation übernimmt. Der Verband ist zwar offiziell der Ausrichter dieser Begegnung, aber bleibt dies mit großer Wahrscheinlichkeit nur auf dem Papier. Die Herren Funktionäre werden einen schönen Tag vor den Fernsehkameras der ARD verbringen und ihr Saubermannimage pflegen, während viele Fans sprichwörtlich in die Röhre schauen (müssen).

Wie hätte eine faire Austragung aussehen können? Zuerst wäre ein neutraler Spielort unabdingbar gewesen. Außerdem wäre ein Verteilschlüssel bei der Ticketvergabe nötig. Hierbei lassen sich positive Beispiele wie das DFB-Pokal- oder Champions League-Finale anführen. Ebenso wäre im Vorfeld eine offene und ehrliche Kommunikation durch den Verband von Vorteil gewesen.
Doch hätte der Verband wirklich fair agiert, hätte er den Finalort für den wohl prestigeträchtigsten und schwersten Landespokalwettbewerb der gesamten Bundesrepublik schon vor dem Wettbewerb angesetzt. Neutrale Orte wie Düsseldorf, Duisburg oder Mönchengladbach wären möglich gewesen und selbst wenn der Spielort Stadion Essen schon vor der Saison festgestanden hätte, wäre dies bei einer Vorankündigung in gewisser Weise fair gewesen (ähnlich wie im DFB-Pokal).

Eine Hinterzimmerentscheidung zwischen zwei Halbfinalpartien zeugt von Intransparenz und Verstoß gegen das bereits erwähnte Fair Play, welches nicht nur auf dem Platz Gültigkeit haben sollte. Doch scheinbar schlagen wirtschaftliche Komponenten wie Fernsehtauglichkeit, VIP-Plätze und ein modernes Stadion, den fairen sportlichen Wettbewerb, um den es eigentlich gehen sollte. Deshalb ist der Fußballverband Niederrhein dazu aufgerufen dringend seine Strukturen und zukünftigen Entscheidungen in jeder Form zu überdenken und transparent zu kommunizieren. Eine Entscheidung im Sinne der Sportlichkeit, Fairness und der Vereine sowie deren Fans sollte grundsätzlich höchste Priorität genießen. Das ist in der aktuell vorliegenden Situation nicht der Fall.

Trotz dieser widrigen Umstände werden wir den Weg nach Bottrop-Süd auf uns nehmen. Unsere Mannschaft und dem Trainergespann wünschen wir schon jetzt an dieser Stelle eine erfolgreiche Partie sowie einen Sieg gegen das rot-weiße Drecks-pack!

Gemeinsam zum Pokalsieg!

Horst-Szymaniak-Tribüne

Stellungnahme TuRu Düsseldorf (A)

Beim heutigen Auswärtsspiel gegen TuRu Düsseldorf ist es im Gästeblock des Paul-Janes-Stadion zu Ausschreitungen zwischen WSV-Fans und der Polizei gekommen. Hierbei wurde von Seiten der Polizei ein Schlagstockeinsatz für nötig erachtet. Der Grund für den Einsatz und das willkürliche Geknüppel in die Zuschauermenge wurde damit begründet, dass unser Vorsänger den Zaun verlassen sollte. Diese Maßnahmen halten wir für falsch und erkennen darin keinen Sinn. Schon in den letzten Jahren hielt sich unser Capo, nach Absprache, genau an derselben Stelle auf wie heute. Das Risiko eines Absturzes berechnete er stets auf eigene Verantwortung. Deshalb kam er nicht dem Wunsch der Beamten nach, den Zaun zu verlassen, weil auch heute eine Absprache bestand. Wieso unschuldige Fans in so einen Einsatz mit reingezogen werden müssen, bleibt völlig unklar. Verletzungen sowie ein Absturz unseres Capos vom Zaun wurden billigend in Kauf genommen. Dieses Verhalten ist auf den ersten Blick unverhältnismäßig, denn neben zwei Sicherheitsdiensten, dem Fanprojekt und der Fanbetreuung hätte es genügend Ansprechpartner gegeben, um eine friedliche Konfliktlösung zu finden. Diese Optionen wurden gänzlich außer Acht gelassen.

Für diese Maßnahmen wurde von Seiten der Polizei zwar eine Entschuldigung an unseren Vorsänger ausgesprochen, trotzdem bleibt wohl oder übel der bitter Beigeschmack, dass der Einsatz durch einen Alleingang seitens der Hundertschaft zustande kam. Die erfolgreichen Sicherheitsbemühungen des Vereins werden durch solche Einsätze konterkariert.

Wir werden in den nächsten Tagen die von uns getätigten Aufnahmen (des gesamten Einsatzes) analysieren und ggf. weitere Schritte einleiten oder das gesamte Material veröffentlichen. Darüber hinaus fordern wir die ermittelnden Beamten auf, jegliche Verfahrenseröffnungen zu unterlassen. Sollte es dennoch zu Ermittlungen kommen, weisen wir daraufhin, dass auch wegen „Körperverletzung im Amt“ ermittelt werden muss.

Weitere Aufnahmen aus der WSV-Fanszene nehmen wir beim nächsten Spiel dankend an. Darüber hinaus bedanken wir uns für das solidarische Verhalten bei den restlichen WSV-Fans, dem Trainerteam, den Verantwortlichen und der Mannschaft.

Ultras Wuppertal seit 2001