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Hallo WSV-Fans,

Wie den mitgereisten Fans beim heutigen Pokalspiel in Bocholt aufgefallen sein dürfte, hat unsere Gruppe mit Spielanpfiff den Gästeblock geschlossen verlassen. Wir sehen uns dazu veranlasst Euch und der Mannschaft eine Erklärung abzugeben wie es dazu kommen konnte bei einem solch wichtigen Pflichtspiel das Stadion zu verlassen.

Übel aufgestoßen ist uns im Vorfeld dieses Spiels schon die Ankündigung, dass Schwenkfahnen nicht erlaubt sein sollen. An dieser Stelle wollen wir auf die Statuten des DFB verweisen, die solche Fahnen samt Plastikrohre ausdrücklich erlaubt! Es ist uns ein Rätsel warum sich die Herren des FC Bocholts das Recht herausnehmen sich über diese Bestimmungen hinwegzusetzen. In den vergangenen Jahren gab es keinerlei Probleme mit den WSV-Fans, welche dieses Verbot nur im Entferntesten rechtfertigen würde.

In der Hoffnung diese Problematik Vorort lösen zu können, fuhren wir mit Schwenkfahnen und Stangen nach Bocholt. Dort angekommen merkte man recht schnell, dass die einsatzhabende Polizei nicht an einer Kommunikation interessiert war. Ohne jegliche Erklärung und Rechtfertigung dieser Maßnahme entwendete man einer Person unserer Gruppe die Stangen.

Auch hinter dem Kassenbereich bestätigte sich der vorher genannte Eindruck: Die eingesetzten Polizisten entwendeten auch ein zweites Paket Stangen in aggressiver Art. Die eingesetzte Polizei hatte augenscheinlich eine sehr spezielle Auffassung von einer deeskalierenden Einsatzstrategie. Seitens der Polizei war die einzige Kommunikation, dass „bei noch so einem Ding, alle im Gewahrsam“ landen würden. Auch eine Intervention seitens des Fanprojekts brachte kein Einsehen beim Einsatzleiter und seinem Gefolge; im Gegenteil: Die Polizei zog im Gästeblock eine Polizeikette mit einem Abstand von geschätzt einem Meter, was in unseren Augen eine weitere Provokation darstellte.

Nach Absprache mit dem Fanprojekt, welches unserer Gruppe riet den Gästeblock lieber zu verlassen, entschieden wir uns zu diesem Schritt. Dies haben wir aus Selbstschutz getan, da unsere Gruppe kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage hatte. Die angedrohten Konsequenzen im Polizeigewahrsam zu landen und die damit möglicherweise einhergehenden Strafanzeigen und Stadionverbote standen in keiner Relation zur Anwesenheit bei diesem wichtigen Pflichtspiel!

Falls es noch Rückfragen gibt könnt ihr uns gerne beim Heimspiel gegen Verl auf dem Vorplatz ansprechen.

Ultras Wuppertal seit 2001

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Neue Saison, neuer Präsident – alte Probleme!

Wenn am 16.08. in München der Pfiff ertönt, beginnt auch für die letzten Vereine die neue Spielzeit 2019/2020. Die Vorfreude, die hunderttausende Fans in ganz Deutschland auf die wichtigste Nebensache der Welt haben, teilen auch wir. Diese Vorfreude wird jedoch wie jedes Jahr von denselben Problemen getrübt.

In der dritten Liga begann die Saison gleich mit einem Montagsspiel, einem Übel, welches aufgrund massiver Proteste in den oberen beiden Ligen zurückgedrängt werden konnte. Aber auch dort erinnert der „Spieltag“ eher an einen Kongressplan mit verschiedenen Veranstaltungen und ist nach wie vor Lichtjahre von unserem Ideal entfernt.

An den Gästeeingängen wird es trotz Pilotphase wieder zu sinnlosen Diskussionen mit Konfliktpotential kommen, die sich mit der Länge von Plastikstäben und dem Durchmesser von Stoff beschäftigen. Heimfans sehen sich teilweise, wie in München, gleich einem Komplettkörperscan gegenüber, der aufgrund immer funktionierender Terrorhysterie zu noch mehr Überwachung und dem „gläsernen Fan“ führt.

Aber besser, solche Diskussionen überhaupt führen zu können, als mit Stadionverbot – und darauf häufig folgendem Betretungsverbot – gar nicht ins Stadion oder in die Nähe zu können. Und dass nur, weil die Polizei einen Verdacht gegen einen hat.

Im Block angekommen ist man konfrontiert von Überwachungskameras, die haargenau aufzeichnen können, ob es nicht irgendein vermeintliches Fehlverhalten gibt, welches zwar null Einfluss auf das Spielgeschehen hat, aber dennoch mit horrenden Summen gegenüber den Vereinen geahndet werden kann. Diese dürfen ihre Rechnungen dann fröhlich weitergeben und so Privatinsolvenzen aufgrund einer fragwürdigen Paralleljustiz verursachen.

Und all diesen Problemen zum Trotz, wird mit vermutlich großem Brimborium am 20./21.08.2019 zunächst ein neues DFL-Präsidium gewählt, was zukunftsweisend für so wichtige Themen wie 50+1, den Videobeweis oder die Anstoßzeiten ist, ehe am 27.09.2019 der neue Präsident des DFB gewählt werden soll.

Wer auch immer diese Funktionen bekleiden wird – ihre Aufgaben sind aus unserer Sicht klar. Um auf die gegenwärtigen Probleme, mit denen Fußballfans in ganz Deutschland konfrontiert sind, erneut hinzuweisen und den neuen Verantwortlichen gleich ihre ersten Hausaufgaben mit auf den Weg zu geben, geben wir ihnen , teilweise erneut, hiermit unsere Positionspapiere an die Hand.

Es muss sich etwas ändern im deutschen Fußball, wenn dieser sich nicht noch weiter von der Basis entfernen will. Was zu ändern ist, ist aus unserer Sicht klar.

Die Gesichter mögen wechseln – die Probleme leider nicht!

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Stimmungsboykott aufgehoben!

Hallo WSV-Fans,

Wir befinden uns mittlerweile seit gut sechs Monaten im Stimmungsboykott um unseren Protest für neue Stadionverbotsrichtlinen des Vereins, die für alle WSV-Fans gültig sind, zu unterstreichen.

Nun sehen wir allmählich Licht am Ende des Tunnels. In dieser Woche hat der Vorstand und der Verwaltungsrat des Wuppertaler SV einen Beschluss für die neuen Stadionverbotsrichtlinien unterschrieben und diesen damit zugestimmt. Es liegt nun nicht mehr allein in den Händen unseres Vereins die Richtlinien auf den Weg zu bringen, der Wuppertaler SV hat jetzt alle nötigen Weichen für die Neureglung der Stadionverbote gestellt. Wir hoffen, dass alle anderen Verantwortlichen nun den Schneid haben und diese längst überfällige Neureglung für die nächste Saison in die Wege zu leiten und dann auch umsetzen!

Unser Stimmungsboykott war, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, immer nur an die Vereinsverantwortlichen adressiert, um diese zu einem raschen und effektiven Handeln zu bewegen, dies ist nun endlich passiert. Wir haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber unser Ziel noch nicht erreicht.

Trotz alledem wird ab dem Pokalfinale gegen Uerdingen wieder der „normale“ Ablauf auf der Horst-Szymaniak-Tribüne stattfinden. Sammelt euch also im gewohnten Bereich, achtet auf die Ansagen des Vorsängers und brüllt unseren Verein zum Pokalsieg!

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal beim Fanprojekt Wuppertal für das engagierte Mitwirken bei der Ausarbeitung der neuen Stadionverbotsrichtlinien bedanken. Zudem bedanken wir uns auch beim Vorstand, der trotz aller finanziellen Probleme unseres Vereins immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen hatte und sich umfassend bei anderen Vereinen über Stadionverbotsrichtlinien informiert hat und so den Prozess nach vorne getrieben hat.

Wir sehen uns Samstag auf der Horst-Szymaniak-Tribüne!
NUR DER WSV!

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